TfP: Fair für alle.

Fotografie ist mein Hobby und meine Leidenschaft. Nur sehr, sehr selten nehme ich Auftragsarbeiten gegen Bezahlung an. In allen anderen Fällen arbeite ich auf TfP-Basis. Das bedeutet: Time for Pictures. Wir beide investieren Zeit – und bekommen dafür beide Bilder.

Wie genau das aussieht, regeln viele über einen sogenannten TfP-Vertrag. Darin steht genau, wer was zu erwarten hat und wofür die Bilder verwendet werden dürfen. Wenn du das auch möchtest, kann ich zum Shooting gern meinen Vertrag mitbringen.
Aber ich kann auch einfach kurz erklären, was ich erwarte und was du erwarten darfst:

Das Shooting – und davor.

Bevor wir uns zum Shooting treffen, schreiben wir. Dabei sprechen wir darüber, welche Aufnahmebereiche (also ob Portrait, Fashion, Beauty oder Sensual, ob ganz bekleidet, Dessous, (Teil-)Akt) du dir vorstellen kannst.

Wichtig: Ich werde dich während eines laufenden Shootings niemals(!) auffordern, über diese vorher verabredeten Grenzen zu gehen. Solltest du jemals an einen Fotografen geraten, der kommt mit „Ach komm, nur mal ein bisschen mehr zeigen. Sieht doch so toll aus!“ oder „Mensch, ohne BH sähe das viel natürlicher aus.“ oder „Wenn du das nicht machst, kriegst du keine Bilder von mir“ (All solche Storys schon gehört), dann pack deine Sachen und verschwinde so schnell es geht!

Auf Basis deiner Vorlieben sprechen bzw. schreiben wir zu möglichen Bildmotiven. Wir tauschen vielleicht ein paar Beispielbilder aus, besprechen vielleicht die Locations, wo wir shooten und versuchen eine Idee von dem kommenden Shooting zu bekommen, so dass es uns beiden gefällt.

Beim Shooting selbst probieren wir immer mal was aus. Wir reden über Gott und die Welt, lachen hoffentlich auch immer mal wieder und versuchen, unser beider Ideen so gut es geht umzusetzen. Bei meinen Shootings gibt es keinen Leistungsdruck – ich mache das aus Spaß am Kreativsein. Nicht, weil das perfekte Bild für die Mappe her muss. Zwischendurch zeige ich dir immer mal wieder Bilder auf der Cam. Sag bitte direkt, wenn dir etwas nicht gefällt. Auch. Gern gebe ich dir auch eine Empfehlung, wenn etwas besonders gut aussieht, oder vielleicht auch einfach mal nicht passt und wir was Neues probieren müssen.

Die Bildauswahl.

Ist das Shooting vorbei, kriegst du meist schon nach ein, zwei Stunden ein paar wenige, eher zufällig ausgewählte und unbearbeitete Bilder von mir aufs Handy geschickt. Einfach, falls die Abends jemand fragt, was du denn den ganzen Nachmittag so angestellt hast. Nach etwa 1 bis 3 Tagen sende ich dir einen Link mit einer vorläufigen Bildauswahl. Das sind alle Bilder, die meiner Meinung nach Potenzial haben und die Mühe einer Nachbearbeitung lohnen. Du kannst aus diesen Bildern deine Lieblinge wählen – ich werde mit Sicherheit berücksichtigen, auf welchen du dir am besten gefällt. Wenn du mit Bildern überhaupt nicht einverstanden bist, sollten wir jetzt auch darüber reden.
Wenn du bereits unretuschierte Bilder dieser Auswahl nutzen möchtest, bitte ich dich, mich vorher zu fragen. Schließlich wird ja auch mein Name dran stehen und ich muss mit der Qualität der Bilder einverstanden sein.

Die Bildbearbeitung.

Je nach Auswahl unserer beider Lieblingsbilder entscheide ich, welche Bilder ich letztlich bearbeite und wie ich sie bearbeite. Wenn du spezielle Wünsche zur Retusche hast (Augenbraue dicker, Bauch dünner, Nase größer, Zähne gelber) kannst du mir das natürlich gern während der Bildauswahl mitteilen. Ansonsten unterliegt die Bearbeitung dem Stil, den ich mich für das Bild gedacht habe.

Was bekommst du? Und wann?

Jedes Bild, das ist benutzen möchte, wirst auch du in bestmöglicher Auflösung aus JPEG-Datei von mir bekommen. Das sind eigentlich immer mindestens 6 Bilder. Da muss das Shooting schon echt schlecht gelaufen sein, wenn am Ende weniger Gutes bei rauskommt. Wie viele Bilder ich letztlich wirklich bearbeite, liegt an den Faktoren Zeit (Wie viele Shootings müssen noch abgearbeitet werden? Wie viel Zeit habe ich gerade für mein Hobby?), meine Tagesform beim Shooting (Wie viele Bilder sind wirklich gut geworden, scharf, schön belichtet etc.) und deine Tagesform (Sehen die Posen gut aus? Stimmt die Mimik? Wie viel Aufwand kostet die Hautretusche? etc.).
Zum „Wann“ bekommst du meist beim Shooting schon eine erste Einschätzung von mir. Manchmal gibt’s die Bilder schon wenige Tage später, manchmal dauert es auch bis zu vier Wochen oder länger. In der Regel arbeite ich die meisten Shootings aber innerhalb von zwei Wochen ab.
Die Bilder erhältst du per Link auf einer Dropbox. Sei so lieb und lad sie zeitnah runter.

 

Rechte & Pflichten

Wie oben beschrieben: Natürlich kann man einen TfP-Vertrag aufsetzen, der das folgende rechtsgültig für beide festhält. Aber in 99% der Fälle wissen alle, die auf TfP arbeiten, wie es läuft. Nämlich so:
Alle Beteiligten (Fotograf, Model, Visagist) erhalten die Nutzungsrechte für die Bilder. Das bedeutet, du darfst sie bei Instagram hochladen, auf deine Homepage packen, dir Ausdrucken, als Leinwand deiner Mutti schenken, deinem Schatz als Vorlage für ein großen Tattoo auf seinem/ihrem Popo geben und so weiter. Du darfst damit nicht direkt Geld verdienen – also T-Shirts damit verkaufen, Erlöse durch Veröffentlichungen erzielen etc. In diesen Fällen müssen die anderen Beteiligten auch am Gewinn beteiligt werden.

Auch Pflicht: Bei der Veröffentlichung (egal wo) sind alle Beteiligten zu nennen. Bei Instagram z. B. erwarte ich eine Verlinkung im Text und eine Markierung im Bild. Genauso handhabe ich es – solltest du es nicht explizit anders wollen – auch so.

Fairness gilt übrigens auch. Wir haben irgendwann mal sexy Bilder gemacht und dein frischer, neuer Freund findet es nicht gut, dass ich die auf meinem Profil habe? Ein TfP-Vertrag würde mir die zeitlich uneingeschränkten Nutzungsrechte einräumen. Es wäre unfair, wenn ich die Arbeit gehabt hätte und die Bilder nun nicht mehr für mein Portfolio nutzen dürfte. Lass uns über das Thema reden. Vielleicht geht es nur um ein Bild aus einer ganzen Serie oder vielleicht muss irgendeine Brustwarze doch überdeckt werden – das kriegen wir hin. Muss ich die Bilder komplett aus dem Portfolio nehmen, müsste man über eine monetäre Entschädigung sprechen, denn dann wäre es ja aus meiner Sicht nicht „Time for Pictures“ oder „Time for nix und wieder nix“.

 

Und was, wenn…?

Du findest alle Bilder schlecht, bist mit der Bearbeitung unzufrieden, wirst ungeduldig?
Dann sprechen wir miteinander. Wie gesagt: Ich mache das zum Spaß und hoffe, für dich ist es ähnlich.
Eines muss ich aber auch sagen, weil das leider manchmal in Vergessenheit gerät:
Wir machen das gemeinsam, wir möchten beide glücklich damit werden. Ich bin nicht dein Dienstleister. Als Fotograf stecke ich in ein durchschnittliches Shooting, bei dem am Ende sechs schöne Bilder rauskommen etwa 10 bis 12 Stunden (oder mehr) Zeit – mit Vorbereitung, Shooting, Auswahl, Retusche, von den Ausgaben für die Ausrüstung mal ganz abgesehen. Respektiere also bitte, wenn ich dir zum Beispiel nicht alle unbearbeiteten Bilder gebe, wenn ich nicht möchte, dass du Bilder selbst bearbeitest und veröffentlichst oder ich meinen Stil so umsetze, wie ich es am ästhetischsten finde.